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Autor Thema: Heute gibts : Einen Blick hinter die Kulissen  (Gelesen 24597 mal)
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Isan Yamaha
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« Antworten #75 am: 29. April 2012, 18:10:02 »

Nee um 15Uhr Erdberrkuchen mit Sahneschnittchen. Cheesy Lachtot
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derbayer
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« Antworten #76 am: 30. April 2012, 04:02:02 »




Neues Design in SOA....




Mißverständnis 1
Donutburger ?



Mißverständnis 2
ah du willst miniburger  







Mißverständnis 3
"Chickenburger"




Yes we can. ..

 



Bacon Burger







Yes we take Nikeburger




a haaaa



dann doch lieber:



Gute Nacht Burger !
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« Antworten #77 am: 30. April 2012, 14:36:27 »

 


















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« Antworten #78 am: 30. April 2012, 23:46:21 »


Heute gibts : Einen Blick hinter die Kulissen


Laßt uns einen Test machen:

welcher Hamburger kommt aus dem Fotostudio für die Werbung und wie sieht er  real im Verkauf aus





real li oder re


real li oder re


real li oder re


real li oder re


real li oder re
[/center]


real li oder re


real li oder re


real li oder re


real li oder re


real li oder re



Jawoll, du hast alle richtig, du konntest nichts verkehrt machen. ...

von :http://www.geekologie.com/2012/01/bogus-burgers-fast-food-false-advertisin.php
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« Antworten #79 am: 03. Mai 2012, 15:54:36 »


Heute gibts : Einen Blick hinter die Kulissen








Schnitzel, ein Gericht, bei dem es sich lohnt mal etwas genauer hinzusehen.
Es ist erstaunlich daß es das Schnitzel fast in allen Kulturen gibt, fast in allen Erdteilen.
Natürlich meine ich jetzt nicht explizit das „Wiener Schnitzel“
Ein Stück Fleisch in eine dünne Scheibe geschnitten (schnitzel....) und dann gebraten, zubereitet,das gibt es schon ewig und überall.
Egal ob nun aus Fleisch, Fisch, Geflügelfleisch. Kein Wunder, die Zubereitung einer Scheibe nimmt nun mal weniger Zeit in Anspruch als der eines ganzen Bratens,
noch dazu zu Zeiten als man noch mit dem Feuerstein hantieren mußte.

Doch nun wieder zu unserem „Wiener Schnitzel“
Die Historiker und alle Aufzeichnungen sagen ziemlich eindeutig, daß der Ursprung aus Italien kommt.
Daß die eigentliche Urform das Coteletta Milanaise , das Mailänder Kotelette das dann zum Mailänder Schnitzel wurde ist, welches in einer Mischung aus
Ei, geriebenem Käse, Paniermehl zubereitet wurde und sich großer Beliebtheit erfreute.
Wie so oft sorgte die Soldateska für die Verbreitung dieses Schnitzels über Italiens Grenzen hinaus.
Im österreichischen Kaiserreich war man sparsam und so ersetzte man den teuren Käse mit billigem Semmelmehl, fertig war das „Wiener Schnitzel“ wie wir es kennen.

Erstaunlich ist es jedoch, daß das Wienerschnitzel sich eigentlich in der ganzen Welt als Klassiker durchgesetzt hat. Selbst in vielen Sprachen findet sich die Bezeichnung „Schnitzel“ .

Die Rezeptur ist eindeutig und für jedermann verständlich. Die Zutaten eigentlich überall erhältlich und zu bekommen.
Das mag mit verantwortlich für den Erfolg des Wiener Schnitzels sein:

Zubereitet wird es aus einer dünnen Scheibe mageren Kalbfleisch vorwiegend aus der Keule, diese wird von etwa 1 cm auf etwa einen halben cm Stärke geklopft,
gesalzen und gepfeffert.
Dann in Mehl, zerschlagenem Ei und zuguterletzt in Weckmehl (Paniermehl) gewendet, paniert.

Nun in reichlich Schmalz ( manche, wie ich, schwören auf Butterschmalz) andere auf Schweinschmalz, andere verwenden Sonnenblumenöl oder ein Pflanzenfett,
schwimmend ausbacken.

Vielfach wird es, gerade in Österreich, nochmals zum „nachziehen“ in die Backröhre geschoben. ( das kurze Ruhen mag sicher einen ähnlichen Effekt haben wie bei Kurzgebratenem das man auch nochmal nach dem braten im Ofen entspannen läßt).

Das ist die ganze Kunst!

Allerdings: auch hier macht die Summe kleiner Nuancen den Unterschied zu einem großartigen Schnitzel aus.

Heute gibt es im Handel fertiges Paniermehl ( Leimer etc) und billigen Dreck, wo der Karton teurer ist , als das was drin ist!
So gibt es auch welche, ihr kennt es von paniertem Fisch her, ( Cross, Crispy, Nugget Pannaden) die grobe Industie Panaden mit Farbstoff etc drin anbieten. Laßt sowas weg!

Trocknet das zuviel an Brötchen das ihr gekauft habt und reibt es selbst, es gibt nichts besseres für ein Schnitzel !
Wenn ihr die Brötchen die zum Weckmehl bei Großbäckern verwendet werden sehen würdet , macht ihr euer Weckmehl nur noch selber , das schwöre ich euch !


Wie das Weckmehl, ist auch das Backfett wichtig, wie gesagt ich verwende Butterschmalz.
In der Tschechei gab es früher nur Soja-Öl : da schmeckten die Schnutzel grauslich...
Mit einem kleinen Kniff läßt sich ein Schniztzel noch etwas „pimpen“: gib am ende des Bratens noch eine dünne Scheibe Butter darüber und laß sie leicht darauf zergehen. ..

Anhand der nächsten Fotos möchte ich euch zeigen wie ein richtig gebratenes und zubereitetes Schnitzel aussieht :
löst sich die Panade und macht leichte „Blasen“ auf dem Fleisch dann ists richtig, ansonsten hapert es.




so muß es sein ! Die Pannade hebt sich---------------------------- hier muß noch geübt werden !





Nun noch zu einer fürchterlichen Unsitte in vielen Lokalen:
immer mehr , immer öfter werden Schnitzel auch in der Gastronomie nur noch in die Friteuse geschmissen und da drin gebacken. Leider....
Und genauso schmecken dann diese lieblos zubereiteten Dinger die sich Schnitzel nennen.
Bestehe immer darauf: aus der Pfanne mein Schnitzel, nicht aus der Friteuse!

Allerdings möchte ich auch auf manchen Humbug hinweisen, gerade im ländlichen Bereich oft mal zu finden :
da gibts nur panierte Schnitzel. Egal ob du jetzt ein Jägerschnitzel, ein Rahmschnitzel ein Zigeunerschnitzel bestellst.
Da wird ein paniertes Schnitzel gebraten und dann die jeweilige Sauce darüber gezogen, fertig....
Das geht natürlich gar nicht !

Denn die anderen Schnitzel sind „nature „ Schnitzel das heißt sie werden natürlich wie sie runtergeschnitten wurden gebraten und dann mit der entsprechenden Sauce nappiert.
Aber niemals paniert.
Es sei denn du bist im „Gasthof zum rostigen Nagel „ gelandet. ...

Ein beliebtes paniertes Schnitzel ist das „Cordon bleu“
Auch dieses stammt in einer gepflegten guten Küche aus 2 Kalbschnitzeln zwischen die Käse, als auch Schinken dazwischen kommt
und dann gut paniert wird, so daß Käse und Schinken während der Zubereitung zwischen den Schnitzelchen bleibt.
( es gibt auch Köche die eine „Tasche“ in ein Schnitzel schneiden und diese damit füllen..)


Also auf gehts, macht euch mal wieder ein gutes Wiener Schnitzel


*wer noch mehr wissen möchte :
http://www.textetage.com/fileadmin/verena/wiener.pdf

Und wer es Thailändisch mag: http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=2046.msg132945#msg132945

Kommentare, Meinungen  zu  Heute gibts  : unter Thema: Kommentare, Meinungen zu Heute gibts und Blick hinter die Kulissen

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« Antworten #80 am: 07. Mai 2012, 05:23:56 »



Von und für Leute die das Besondere lieben





Clawson White Stilton Gold Cheese" aus England enthält echte Goldflocken und ist mit goldenem Likör getränkt. 100 Gramm kosten rund 70 Euro.





ein Guinness-Weltrekord für den teuersten Nachtisch für das $ 25.000 Gefrorene Haute Chocolate






Sultans goldenen Kuchen bietet das Ciragan Palace in Istanbul, Türkei,  für die stolze Summe von $ 1.000.
Das Dessert dauert drei Tage zu machen und hat Feigen, Quitten, Aprikosen und Birnen in Rum für zwei Jahre mariniert.
Darüber hinaus ist es mit Karamell, schwarzen Trüffeln und essbarem Gold gekrönt.






Das Kai Mayfair in London ist die "Heimat der weltweit teuerste Suppe" für seine 165 $ "Buddha springt über die Mauer Suppe".
Die Suppe wird aus Haifischflossen gemacht - chinesische Pilze, Seegurke, getrocknete Jakobsmuscheln, Huhn, Ginseng und Gold - Im Voraus zu bestellen.




"The Zillion Dollar Lobster Frittata" besteht neben Eiern aus Hummerfleisch und jeder Menge Kaviar. Die exklusiven Zutaten machen es zum teuersten Omelette der Welt, das nur im Le Parker Meridien zubereitet wird.





Cocktail "Drinking the Stars"
Das besondere an dem 650 Euro teurem Cocktail "Drinking the Stars" — der Drink wird angereichert mit Macallan 25 Year Old Single Scotch und Garvey Pedro Ximenez Sherry aus dem Jahr 1860. Zu kaufen gibt es den Cocktail im "Harry Denton´s Starlight Room" in San Francisco.
  http://www.harrydenton.com/




 Im Berliner "Hotel Adlon" können sich verwöhnte Gäste ihren Durst mit dem japanischen Mineralwasser "Rokko No" stillen. Der halbe Liter kostet satte 62 Euro. Der hohe Preis liegt aber in erster Linie daran, dass das Wasser eigens aus Japan eingeflogen wird. Vor Ort bekommt man es angeblich für weniger als einen Euro im Supermarkt.124 Euro der Liter !
http://www.kempinski.com/en/berlin/hotel-adlon/welcome/





1787er Château d´Yquem Sauternes
Mit großem Abstand auf Platz 1 der Liste steht eine Flasche Wein aus dem Jahre 1787. Der Château d´Yquem Sauternes für atemberaubende 46 228,52 Euro. http://www.yquem.fr/
« Letzte Änderung: 07. Mai 2012, 05:34:56 von derbayer » Gespeichert

 

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« Antworten #81 am: 09. Mai 2012, 00:24:23 »


Per Johansen


Bottle Food






















[/center]
« Letzte Änderung: 09. Mai 2012, 00:31:32 von derbayer » Gespeichert

 

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« Antworten #82 am: 11. Mai 2012, 04:25:12 »


Die teuersten Restaurants auf dem Planeten:




Tetsuya’s, Sydney

Als Tetsuya Wakuda 1982 sein Heimatland Japan in Richtung Sydney verließ, sprach er kein Wort Englisch und hatte nur wenige Besitztümer. Heute ist sein Restaurant im Zentrum Sydneys das beste Australiens und zählt den Spitzenkoch Charlie Trotter zu seinen größten Fans. Nicht zuletzt wegen der weltweit einzigartigen Küche: Tetsuya Wakunda arbeitet mit der japanischen Philosophie von natürlichen, saisonalen Aromen, erweitert um klassische Elemente der französischen Küche und den frischest möglichen Zutaten. Ein 10-Gänge-Menü kostet rund 125 Euro, die passenden Weine zu den Gängen weitere 55 Euro pro Person.




Krug Room: Das Speisezimmer der Superreichen, Im  Adlon Berlin

Das höchste Niveau an Genuss-Tourismus können Sie in Berlin erleben. Auf Anfrage öffnet man für Sie ein exklusives privates Speisezimmer, den „Krug Room“. Ein Ort der Begegnung für Individualisten und Menschen, die das Außergewöhnliche suchen, sich nur mit dem Besten begnügen.
 
Von der teuersten Marmelade der Welt, über iranischen Beluga-Kaviar und einem der kostspieligsten Champagner auf dem Markt ist hier jeder extravagante Gaumenkitzel vorhanden. Der „Krug Room“ befindet sich im Adlon Komplex und besteht aus einem nicht einsehbaren Raum, der maximal acht Personen Platz bietet. Hier erwartet Sie ein Ort voller Geheimnisse und Individualitiät, in dem Sie "schlemmenderweise" abtauchen können.




Hier einige Menues bItteschön  http://www.krug-room-berlin.de/images/menu.pdf




Sternerestaurant "La Pergola" in Rom

Das La Pergola im Rome Cavaliere Hilton Hotel bietet die beste Küche der ewigen Stadt. Paradoxerweise serviert von Heinz Beck, dem nach dem Papst wohl wichtigsten Deutschen Roms. Seine mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten leichten mediterranen Speisen wie gebackenen Hummer oder Safranmousse-Risotto kann man in luxuriösem Ambiente mit einem atemberaubenden Blick über die Dächer Roms genießen. La Pergola ist das einzige Drei-Sterne-Restaurant Roms und das hat seinen Preis: Ein 9-Gänge-Menü kostet etwa 185 Euro.





Restaurant Bukhara, Neu Delhi

Das Bukhara in Neu Delhi ist ein Restaurant, das man sofort ins Herz schließt. Es befindet sich im prächtigen Maurya Sheraton Hotel und offeriert klassische indische Küche. Zu seinen Gästen kann es Bill Clinton und zahlreiche Bollywood-Stars zählen. Und was hat Clinton im Bukhara gegessen? Dort gibt es marinierte Springbockkeule, Schnecken-Porridge oder pochierten Lachs mit Süßholz. Eine Vorspeise kostet zwischen 18 und 30 Euro, exorbitant viel für indische Verhältnisse. Wenn Sie meinen, bei diesen Preisen gibt es Geschirr und Besteck – weit gefehlt. Der lokalen Tradition entsprechend wird auch im Bukhara mit den Fingern gegessen.




Restaurant Gordon Ramsay, London

Hier speist man bei einem absoluten Superstar der kulinarischen Welt. Gordon Ramsey ist der Herrscher über ein Imperium exquisiter Restaurants, Pubs und Cafés rund um den Globus. Eines davon ist das Restaurant Gordon Ramsey in London. Mit 150 Euro ist das 7-Gänge-Menü das teuerste der Stadt. Doch die raffinierte französische Küche, perfektioniert bis ins kleinste Detail ist es wert. Bei Gordon Ramsey genießt man Gerichte wie in der Pfanne gebratene Jakobsmuscheln mit Oktopus und Parmesansauce oder Entenbrustbraten mit Steckrüben und Honig – ein lukullischer Hochgenuss. Auch die Weinkarte ist legendär und beginnt bei 50 Euro.





« Letzte Änderung: 11. Mai 2012, 04:36:22 von derbayer » Gespeichert

 

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« Antworten #83 am: 18. Juni 2012, 23:01:23 »

Re: Heute gibts : Einen Blick hinter die Kulissen von Krabben, Shrimps, Gambas und co





In der guten und gepflegten Küche  gibt es heutzutage überall Garnelen, Crevetten,Shrimps, Gambas, King Praws, Black Tiger Praws und und und.

Die zu dieser Gattung zählende Familie soll etwa 200 verschiedene tierchen und mehr umfassen. Selbst Fischer haben immer wieder andere bezeichnungen für ein und dasselbe Tierchen. Köchen ergeht es dabei nicht anders.einmal bekommen sie das Tierchen unter diesem namen , dann wieder unter einem anderen angeboten.

Früher waren Schalen und Krustentiere unter die die Garnelen fallen nur an den Küsten  bzw am Meer erhältlich.
Erst mit Kühlung , Frostung und den modernen Frischhaltemethoden gibt es sie inzwischen überall. Sie haben also einen Siegeszug durch die Küchen der Welt angetreten.

Es gibt also nicht nur die kleine Nordseekrabbe die im Wattenmeer von Küstenfischern gefangen wird noch auf dem  Kutter abgekocht wird ehe sie angelandet wird. Früher in vielen vielen Familien in Lohnarbeit mühsam gepult wurde. Und : von drei Kilo Krabben,bleibt nach dem schälen noch ein Kilo übrig. Die handarbeit aber auch der verlust durchs schälen macht krabben so teuer.

Heute gehts meist per Kühlaster in 36 Stunden nach Nordafrica wo in riesigen Fabrikhallen die Krabben in mühsamer Handarbeit von hunderten von Frauen  geschält, gepult werden um sogleich zurcük transportiert zu werden.
Foto Greenpeace

Shrimps-Verarbeitung bei der niederländischen Firma Heiploeg in der Nähe von Tetouan, Marokko. Die Krabben heißen "Nordseegarnelen" und werden in den Niederlanden, Belgien, England, Deutschland und Dänemark gefischt. Heiploeg kauft die Garnelen vom Fischmarkt und transportiert sie nach Marokko zum Schälen. Danach werden sie wieder in die Niederlande verschifft .  Siehe Greenpeace

Die Nordseekrabbe     deswegen gehts raus !







Abkochen der Krabben an Bord
[/b]



Anlanden  des guten Fangs  und ab auf den LKW und nach Marocco  zum schälenFotos dpa


Und das ist die Route 


Andere Garnelen , die Nordmeer, oder Grönlandgarnelen  die etwas größer als die Krabben sind, werden zu Hauf
von riesigen Fangschiffen gefangen und und geschält als Schimps angeboten. Geschält oder ungeschält.
In den Skandinavischen Ländern bekommt man sie auf jedem marktplatz wie bei uns Bratwurst angeboten.

Mit Krusten und Schalentieren läßt sich gutes Geld erzielen, schon seid jeher.  Das macht natürlich Phantasie und Begehrlichkeiten.  Gerade die größeren asiatischen Sorten  erfreuen sich großer Beliebtheit und brungen auch etwas auf die Waage. Wenn  es nur genügend gäbe und wenn sie so leicht zu fangen wären.  

Wer jemals in einem felsigen  Strand rumgeklettert ist wird es kennen: jeder Versuch die dort oft in Hülle und Fülle herumwuselnden Kabben und Krebse zu fangen schlägt  fehl, so ungemein flott und behende sind die Viecherlein, also nichts zu machen für den Kochtopf.

Findige Geister in  Asien entdeckten nicht nur, daß man Muscheln in künstlich angelegten Seen halten kann, ohne Fluchtmöglichkeit, diese mit Sandkörnchen „impfte“ und somit die künstliche Perlenzucht erfunden hatte.
Auf einigen Reisen durch China besuchte ich viele dieser Perlenzucht-Seen die ihre Besitzer schnell reich machten.

Genauso ging es bei den Garnelen, Shrimps oder wie sie auch immer bezeichnet werden.

Man kam sehr schnell  auf die Idee es statt mit Muscheln auch mit Shrimps zu versuchen. Wie immer dauerte es
seine Zeit , bis sich die ersten Erfolge einstellten und die ersten Zuchtshrimps auf den Markt kamen.

Ich erinnere  mich noch an diese Zeit.  Äußerlich konnte man den Shrimps nichts ansehen, denn sie werden in kleinen Blöcken und nicht einzeln gefrostet.
Erst beim direkten Vergleich zwischen Seeware und Zuchtware konnte man den Unterschied schmecken, denn deklariert wurde das damals nicht und heute meist auch nicht.
Erst langsam und zaghaft bilden sich Qualitätslabels.
So gibt es unendliche Unterschiede in der Ware Garnelen, Shrimps, dgl.

Im Laufe der Zeit überschemmte dank des hohen Preises und der ständig steigenden Nachfrage immer mehr asiatische Farmware den Markt. Diesen Namen erhielten diese Shrimps nun . und es war kein schöner Name , sondern eher eine bösartiges , abfälliges Schimpfwort der Köche dieser Welt.

Warum ?

Davon konnte ich mich später auf meinen Excursionen in China und in Indosien ein Bild machen:
Dort wurden die Tierchen in riesigen Farmen gehalten : wie auf dem Reißbrett war dort ein Weiher, bzw Teich   neben dem anderen ausgehoben . Von oben betrachtet wie ein Bauplan für eine Neubausiedlung, mit der glänzend schimmernden Oberfläche. Wie gesagt nach den Perlenzüchtern begannen die Garnelenzüchter. War Wasser in der Nähe, war schnell ein See oder besser gleich mehrere hintereinandergeschaltet ausgehoben, Setzlinge gekauft und eingesetzt.

Aus einem wurde ich jedoch nie schlau, wenn ich mich dort umsah: mit was gefüttert wurde.
Das hatte seinen Grund : weil es in der Umgebung dieser Garnelenzuchten meist kotzübel und erbärmlich stank.

Nun wurde mir auch klar was so langsam den Köchen die Zornesröte in den Kopf trieb. Viel der asiatischen Black Tiger oder King Prwans  Ware war schlichtweg ungenießbar. Sie schmeckten egal wie oft man sie wusch, egal  welche Gewürzen man verwendete, immer eklehaft nach Chemie, nach Arneimitteln nur nicht nach Fisch oder Seewasser. Schlicht ekelhaft.

Und bei meinen Besuchen dort roch es immer genauso, wie bei uns die teuere Ware kostete.
Zum einen dieser Gestank der Chemiebrühe in der die Garnelen, Shrimps agezüchtet, aufgezogen wurden, zum anderen offensichtlich das stinkende Futter. Dies alles ließ einen fluchtartig solche Gegenden, so reizvoll sie von weitem aussahen verschwinden. Schlimmer wie jede Schweinzucht in der ehemaligen DDR oder sonstwo.

Seitdem ich das in China und Indonsien gesehen hatte , gab es bei mir keine Shrimps mehr,zumindest keine asiatische Ware mehr.

Bis zur Fortsetzung



Kommentare, Meinungen  zu  Heute gibts  : http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=13013.msg1043931#msg1043931

Und wer es Thailändisch mag: http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=2046.msg132945#msg132945
« Letzte Änderung: 18. Juni 2012, 23:04:24 von derbayer » Gespeichert

 

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« Antworten #84 am: 19. Juni 2012, 07:23:46 »

Re: Heute gibts : Einen Blick hinter die Kulissen von Krabben, Shrimps, Gambas und co

Fortsetzung  1


Ich möchte hier zu Anfang diese zahlen anführen :


Vorweg : Sich dieser Materie aus dem ersten  Teil  heraus zu nähern ist eine komplizierte Sache.
Denn meine Herangehensweise ist nicht wissenschaftlich  und will auch nicht zu tief ins Detail gehen, sondern soll aufklärend sein ohne irgendwelche Ansprüche oder Ziele zu verfolgen.
Natürlich könnte ich hier etliche Links einstellen und sagen such dir selbst aus was dich interessiert, doch das will ich so nicht. Natürlich müssen Links sein um die Herkunft der Info und der Rechere zu belegen, aber auch um dem werten Leser zu ermöglich da und dort tiefer in das Thema einzutauchen.

Zudem soll ja im Blick hinter die Kulissen aufgezeigt werden was ansonsten eher nur andeutungsweise dargestellt wird und werden kann.
Kaum einer will in einem Rezept solche Infos vorfinden. Manchem verginge auch der Appetit bei der Lektüre.

Vorweg nochmals international gibt es keinen  einheitliche Sprachregelung für die einzelnen Tierchen einmal werden sie so genannt im nächsten Landstrich im nächsten Land heißt das gleiche Tierchen wieder ganz anders siehe auch hier :Greenpeace Österreich: Was sind Shrimps (Word-Dokument)
Deshalb werde ich der Einfachheit halber versuchen  nur von Garnelen oder Shrimps zu sprechen das macht einiges einfacher!

Etwa 1930 herum begann die Zucht von Garnelen

Zuerst in Japan dort  im Küstennahen Bereich.
In Thailand dem weltgrößten Hersteller, Produzenten  und Exporteur von Garnelen begann es etwa 1943 als man Salzteiche zur Salzherstellung und áuch Fischteiche umwandelte in Garnelenteiche. Durch öffnen und schließen der Wasserzufuhr konnten den  Garnelen natürliches Plankton und Futter und immer wieder frisches Wasser zugeführt werden, so daß man eine relativ  naturnahe Garnele  aufzog ohne der Natur zu nahe zu treten. Dies änderte sich jedoch sehr schnell, denn immer mehr Bauern folgten diesem Beispiel. Zum einen war die Nachfrage groß, der Verdienst groß. Aber es kamen immer nee Methoden, neue Sorten,  neue  Halteformen auf insbesondere bei der Fütterung die nuj  nicht mehr einfach mit Ebbe und Flut , sowie durch Kanäle mehr regelbar war. Neue Errungenschaften mußten her, von der Wasserbelüftung, über Fütterungsmöglichkeiten, Pumpen und vor allem Futter.

Doch wie immer wenn etwas zu groß, zu umfangreich gerät, geht es auch schnell mal aus dem Ufer : so traten vermehr Krankheiten auf.
Nun mußten schon Wissenschaftler verschiedener Coleur an die Sache ran, denn alles wurde immer komplizierter, die geeignete Harmonie herzustellen zwischen Wasser, Tier , Futter und Umfeld. Dies ist heute eine regelrechte Wissenschaft geworden. Und zwar nicht alleine in Thailand, sondern im ganzen asiatischen Raum . In Jedem Asiatischen Land bis Indien und Bangladesch  wird Shrimps Farming groß geschrieben und ist eine wichtige volkswirtschaftliche Komponente geworden. In all diesen Ländern arbeitet man mitsamt  der Wissenschaft an diesem Industriezweig mit Vehemenz.

Zwischenzeitlich nicht nur gegeneinander sondern auch miteinander in der :  ASA der asiatischen Shrimpallianz. http://www.aseanshrimpalliance.net/thailand.php

Wie es dann immer so ist wollen die einen alles Schädliche, Nachteilige  und den Teppich kehren was den Verkauf und Vertrieb der waren angeht. Andere sehen es wieder als missionarisches Ziel aufzuklären , zu publizieren, Mißstände aufzudecken wie Z. B. Greenpeace:

Zitat
Fischzucht in Teichen und Aquakultur hat gerade in Asien eine lange Tradition. In kleinem Maßstab kann diese Zucht sinnvoll zur Ernährung beitragen, doch in Form von riesigen Monokulturen zerstört sie mancherorts die Lebensgrundlage kleiner Fischer und Fischzüchter.

Lebenslauf der Zucht-Garnele

Vom Boom der Shrimp-Farmen sind Länder in Warmwasser-Regionen betroffen, vor allem Thailand, China, Indonesien, Ecuador und Indien, aber auch Vietnam, Bangladesh, Mexiko, Kolumbien und Honduras. Die Produktion der Warmwasser-Garnelen in den Zuchtfarmen ist von Anfang bis Ende umweltzerstörend. So werden an den Küsten von Ecuador wilde Garnelen-Larven mit feinmaschigen Netzen im Meer gefangen. Dabei kommen Milliarden von Larven um, die der marinen Nahrungskette dann fehlen. Diejenigen, die überleben kommen in die Zuchtbecken.

Golf von Fonseca Honduras

die Argumente wiegen schwer :

Mangroven-Kahlschlag
Für die etwa einen Meter tiefen Zuchtbecken werden Küstenregionen planiert, Mangrovenwälder abgeholzt oder auch Reisfelder zerstört.
Mangroven schützen normalerweise die Küste bei Stürmen. Bei einem Wirbelsturm Ende Oktober 1999 an der Ostküste Indiens sind mehrere Tausend Menschen ums Leben gekommen. Indische Wissenschaftler machen den fehlenden Schutz der Mangroven für die dramatischen Folgen verantwortlich. Die verzweigten Baumwurzeln sind die Kinderstube von seltenen Fischen und Vögeln. Man schätzt, dass mittlerweile über Million Hektar Mangrovenwälder den Garnelen-Farmen zum Opfer gefallen sind. In den planierten Zucht-Becken werden die jungen Garnelen aufgezogen und gefüttert, zum Beispiel mit Fischmehl. 40 Prozent der Weltfischfänge werden inzwischen zu Tierfutter verarbeitet ­ für Garnelen und Lachse, Hühner und Schweine. Welche Verschwendung dieser wertvollen Eiweißquelle!

Hier im Bild zu Bild Vergleich der Verlust von Mangroven wälder  an einem Beispiel von Honduras

Frischwasser-Grab
Da Garnelen empfindlich auf Sauerstoffmangel reagieren, ist der Frischwasserbedarf der Farmen an Salz- und Süßwasser enorm und zieht die Grundwasserbestände der gesamten Umgebung in Mitleidenschaft. Das nicht gefressene Futter belastet die Gewässer zusätzlich. Um die Gesundheit der Garnelen zu erhalten, werden große Mengen an Chemikalien eingesetzt, die anschließend in Flüsse und Kanäle gelangen und dort erhebliche Schäden anrichten. Wird ein Becken abgefischt und das Wasser abgelassen, bleibt eine Wüste zurück. Die Lebensdauer der Farm ist von Anfang an begrenzt: fünf bis zehn Jahre kann die Zucht bestehen, dann geht sie an ihrer hausgemachten Umweltverschmutzung zu Grunde.

Gewaltsame Vertreibung
Eine Studie der Universität Chittagong in Bangladesh kommt zu dem Schluss, dass Garnelenfarmen mehr Arbeitsplätze vernichten als sie schaffen. Ein Reisfeld von 40 Hektar erfordert 50 Arbeiter, ein Garnelenteich fünf. Die Erträge der Fischer gehen zurück, die Menschen müssen die Küste verlassen weil das Grundwasser sinkt und mit Giften belastet ist. Gerade in Asien und Lateinamerika ist es durch die ungebremste Ausdehnung der Shrimp-Farmen, zu blutigen Zusammenstössen zwischen Einheimischen und den Farmbetreibern gekommen.

Kleine Erfolge
In Thailand, das jährlich mehr als  200.000 Tonnen Garnelen produziert, ist die Zerstörung durch die Farmen inzwischen ein viel diskutiertes Thema,
so dass die Regierung 1998 alle neuen Farm-Projekte stoppte. Die Umsetzung des Verbots ist schwierig, da die Züchter Schadenersatz verlangen oder neue Farmen illegal anlegen. In Ecuador haben Umweltschutz-Gruppen 1999 zumindest erreicht, dass ein Gesetz zur nachträglichen Erlaubnis illegaler Farmen gestoppt werden konnte.

Dabei geht es nicht einmal um die Aufzucht in mit Chemikalien und Tierexkrementen gefüllten, flachen künstlichen Binnengewässern, also ehemaligen Reisfeldern. Denn dass diese Anlagen massive Auswirkungen auch auf die Umwelt haben, ist inzwischen selbst in den Erzeugerländern bekannt und, zumindest offiziell, ist der Ausbau der Produktionsflächen verboten und ein Abbau wird angestrebt. Wird angestrebt heißt es aber andernorts wird gerade erst angefangen mit der Garnelenzucht.

Farm in  Korea Farm in Indonesien

Farm in Korea Malaysia

Malaysia

und das wird unten geerntet


Farm in Thailand







Fortsetzung folgt

Kommentare, Meinungen  zu  Heute gibts  : http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=13013.msg1043931#msg1043931

Und wer es Thailändisch mag: http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=2046.msg132945#msg132945



« Letzte Änderung: 19. Juni 2012, 07:27:22 von derbayer » Gespeichert

 

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« Antworten #85 am: 20. Juni 2012, 05:48:48 »

Re: Heute gibts : Einen Blick hinter die Kulissen von Krabben, Shrimps, Gambas und co

Fortsetzung  (3)



So schön, so idyllisch stellt sich wohl mancher das fischen nach Shrimps in der freien  Natur, hier in Indonesien vor. Eine Idylle eine harmonische Welt, Umwelt zwischen Mensch und Natur.
Es  gibt so etwas aber meist nur in der Phantasie des Verbrauchers, die zu gerne den idealisierten Werbespots folgen. Hier unten ist es echt:


Raja-Ampat-Papua-Indonesia foto Frits meyst.

Allerdings kann ich euch nicht weiter mit solch harmonisches Bildern dienen , die Realität sieht anders aus.
Shrimps- Zucht , Shrimps Farming ist ein sehr, sehr problematisches Geschäft. Und Thailand ist als Marktführer mitten drin.
Unser Gerhard Veeh hat dies auch schon lange erkannt und sich damit auseinendergesetzt  hier nur  zwei sehr eindringliche Bilder von ihm:


auch hier spielt die Vernichtung von Resourcen, den küstennahen Mangovenwäldern und Sümpfen die Hauptrolle

Zitat
Früher waren shrimps eine Delikatesse, heute bekommt man die (Zucht-)garnelen fast nachgeschmissen - sie werden in an tropischen Flachküsten produziert, weil sich dort billigst die Zuchtbecken ausheben lassen, das Dumme ist nur, dass dies der natürliche Lebensraum der Mangrove ist und Nahrungsgrundlage für Millionen Menschen:

Diese Aufnahmen habe ich bei einem Flug von Bangkok nach Thrat gemacht
so Gerhard im  http://isaan-forum.com/viewtopic.php?f=20&t=9508&start=20


Thailand ist der absolute Welt-Marktführer in der Shrimps-Produktion. Keines der anderen Asiatischen Länder kann mithalten.
Man muß sich das nun auf dem Markt  so vorstellen, wie seinerzeit, als wir  in Europa mal einen Milchsee, hatten, oder den Butterberg oder den Rindfleischberg.  
Ähnlich ist es mit den Shrimps in Asien. Da alle asiatischen Länder auch an diesem Markt  und den Profiten teilhaben wollen steigt und steigt die Produktion,
nicht aber die Nachfrage entsprechend. So verfällt der Preis immer mehr und man versucht den Markt zu regeln.
Natürlich mit asiatischer  Wink Wink Diplomatie. Niemand hält sich an die Verabredungen.
So will Thailand kleinflächige Einheiten aber nicht erweitern sondern nur  Bestände halten.
Andere dagegen  wie Indonesien, Malaysia, oder Bangladesch bauen keine kleinen Einheiten sondern gleich mal 1000  Weiher mit je 1 Ha. Wer?  das sind  regelrechte Konzerne die solche Anlagen quasi über nacht aus dem Boden stampfen und dann ihren Platz auf dem Markt suchen.





Thailand spielt seine Marktführerrolle ganz geschickt: man spricht und veröffentlicht  immer nur die Exportzahlen nach USA. Die  sehen dann "weichgespült" und gar nicht so wild aus.
Also gar nicht so  wie in Wahrheit  die Gesamtzahlen aussagen  würden :


Allerdings rechnet Somsak Paneetatyasai, Präsident der Thai Shrimp Association mit  wahrscheinlich 650,000-720,000 Tonnen  mit einem Wert von 110 Mrd Bht
also kein geringes  Busines, das Shrimps -Geschäft
http://www.pattayadailynews.com/en/2012/01/11/thai-shrimp-production-projected-to-grow-10-20-this-year/


Wer gerne an diesem Geschäft teilhaben möchte für den gibt es täglich solche Angebote






Das mit den Töpfchen und Tiegelchen verniedlicht das Ausmaß dieses Geschäftszweiges natürlich, denn es sieht eher so aus :
 
Auch in Thailand sind immer mehr große Player am Start. Das sind keine kleinen Klitschen sondern international aufgestellte Konzerne, zumindest aber internationale Zusammenarbeit.
Auch  will Theiland immer mehr die Strategie ändern und sich nicht mehr mit anderen Billigheimern auf dem Markt messen.
Das Ziel ist eine andere Wertschöpfung aufzubauen.
Dies geht nur , wenn auf das Produkt mehr Dienstleistung draufgepackt wird, das Produkt Shrimps in verschiedenen Arbeitschritten weiterverarbeitet,
oder wie man so schön sagt "veredelt" wird.
Man will also verstärkt Halbprodukte oder Fertigprodukte auf höherem Level herstellen und  konfektionieren.

Das hat man beim großen  kanadisch- Thailändischen Konzern  http://www.siamcanadian.com   vor :






Das ist das edle Produkt : herrliche Shrimps




und das sind die einzelne Größen -Klassifikationen

Hier nun eine Auswahl veredelter Produkte  wie sie Kanadian - Siam vermehrt auf den Markt bringen möchte:




Hier auf dem Tisch ist die unwahrscheinliche Vielfalt an Arten und Sorten gut zu sehen





http://www.beef-meer.de/fdv.php

Fortsetzung folgt

Kommentare, Meinungen  zu  Heute gibts  : http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=13013.msg1043931#msg1043931

Und wer es Thailändisch mag: http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=2046.msg132945#msg132945



« Letzte Änderung: 20. Juni 2012, 06:16:01 von derbayer » Gespeichert

 

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« Antworten #86 am: 20. Juni 2012, 08:02:54 »


Allerdings kann ich euch nicht weiter mit solch harmonisches Bildern dienen , die Realität sieht anders aus. Shrimps- Zucht , Shrimps Farming ist ein sehr, sehr problematisches Geschäft. Und Thailand ist als Marktführer mitten drin.

Unser Gerhard Veer hat dies auch schon lange erkannt und sich damit auseinendergesetzt  hier nur  zwei sehr eindringliche Bilder von ihm:





auch hier spielt die Vernichtung von Resourcen, den küstennahen Mangovenwäldern und Sümpfen die Hauptrolle

Zitat
Früher waren shrimps eine Delikatesse, heute bekommt man die (Zucht-)garnelen fast nachgeschmissen - sie werden in an tropischen Flachküsten produziert, weil sich dort billigst die Zuchtbecken ausheben lassen, das Dumme ist nur, dass dies der natürliche Lebensraum der Mangrove ist und Nahrungsgrundlage für Millionen Menschen:

Diese Aufnahmen habe ich bei einem Flug von Bangkok nach Thrat gemacht

Ihr müsst nicht ins Nachbarforum, wo ich dank dem dortigen (ehemaligen, wie ich hörte) Forenkaiser schon länger nicht mehr aktiv bin - das Ganze ist auch hier zu finden:

http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=11339.0
« Letzte Änderung: 20. Juni 2012, 08:06:13 von gerhardveer » Gespeichert

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« Antworten #87 am: 20. Juni 2012, 12:51:28 »

Kompliment zu dieser Recherche!

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Wenn ich nur "hier" schreibe, meine ich Nakhon Si Thammarat und Umgebung
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« Antworten #88 am: 20. Juni 2012, 15:34:54 »


@ franzi

Besten Dank !

@Gerhard

Vielen Dank für die Ergänzung, denn oft sprechen Bilder mehr als 1000 Worte
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« Antworten #89 am: 20. Juni 2012, 17:10:43 »

Re: Heute gibts : Einen Blick hinter die Kulissen von Krabben, Shrimps, Gambas und co

Fortsetzung  (4)




Nun erwartet ja jeder auch von mir einige leckere Gerichte, oder Inspirationen was man alles aus den edlen Meeresrüchten machen kann.

Und die Möglichkeiten zur Verwendung in der Küche sind schier unendlich.
Denn natürlich sind Shrimps und co nicht alle verdammenswert, nur müssen wir Verbraucher stärker schauen: wo kommt es her, wie wird es gemacht, wie wird es hergestellt.
Nur wir Verbraucher können Einfluß ausüben.  Überlassen wir es den Herstellern und Produzenten alleine, dann würden wir wahrscheinlich verhungern oder vergiftet werden.

Aber:

Viele, sehr viele dieser Shrimps werden ordentlich, sauber und  artgerecht und gesund hergestellt und aufgezogen.
Sind also vorzügliche und gesunde Nahrungsmittel und sehr wertvoll für unsere Ernährung.
Daß sie nicht nur gut und lecker schmecken, sondern auch noch lecker und appetitanregend aussehen sieht man hier :



Sind sie nicht herrlich anzuschaun, diese prächtigen Garnelen,
 wenn sie bei der Zubereitung wie von Wunderhand von graugrün diese herrliche Farbe bekommen !




Hier  eines meiner Lieblingsgerichte: Gambas in Knoblauch
total simpel zuzubereiten und dennoch:
ein kulinarischer, geschmacklicher Orgasmus!



Sinigang Saure  Garnelen Suppe-und die nächsten von alexisrabaca
Philippinische Rezepte für Garnelen



Shrimps/Gambas gebraten in Öl, braunem Zucker und Chilli


Camaron Rebosado (panierte Shrimps) in Öl ausgebacken


Ukoy Ukoy (Garnelenkroketten)


Halabos (Gedämpfte Garnelen)


Ginataang hipon (Garnelen in Kokosmilch)


Shrimps-Gemüsepfännchen



*********************************************************************




So herrlich könnte alles sein.   ..

Wenn man dann nicht seine Zeitung aufmachen würde und dann fallen einem solche Sachen in die Augen :


Zitat
Die Stadt Düsseldorf warnt momentan vor Shrimps aus China.

In diesen Waren namens 'Pink Shrimps' und 'Asian Pearl Frozen Shrimps', die auch in Deutschland verkauft wurden, seien erhöhte Antibiotika-Werte festgestellt worden.

Zitat
Erst Dioxin, jetzt Antibiotika Chloramphenicol in Tierfutter nachgewiesen
Nach dem Dioxin-Skandal steht das nächste Problem mit Futtermitteln ins Haus: In einer Tierfutter-Mischung ist ein seit 1994 verbotenes Antibiotikum gefunden worden. Die Ware wurde daraufhin zurückgerufen.
http://www.stern.de/panorama/erst-dioxin-jetzt-antibiotika-chloramphenicol-in-tierfutter-nachgewiesen-1644579.html

Was ist denn los, was ist passiert ?
Man geht sogleich an den PC , man googelt, man sieht unter wikipedia nach was denn das für ein Zeugs ist :


Zitat
Chloramphenicol ist ein Breitbandantibiotikum, das erstmals 1947 aus Streptomyces venezuelae gewonnen wurde.
Hauptbehandlungsgebiete sind schwere, sonst nicht zu beherrschende Infektionskrankheiten wie Typhus, Paratyphus, Pest, Fleckfieber, Ruhr, Diphtherie und Malaria. Zudem wirkt Chloramphenicol gegen Chytridiomykose, eine für Amphibien tödliche und hoch ansteckende Hautpilzerkrankung, die weltweit Amphibienpopulationen dezimiert.

oder :

Zitat
Shrimps - Erhebliche Chloramphenicol-Gehalte in 1/3 der Produkte
Das verbotene Antibiotikum Chloramphenicol, das jetzt in Tierfutter entdeckt wurde, wird in großem Maßstab für die Aufzucht von Shrimps eingesetzt. Das zeigt eine Untersuchung des ÖKO-TEST-Magazins in der Januar-Ausgabe 2002. In gut einem Drittel der untersuchten Proben fand ÖKO-TEST Rückstände von Chloramphenicol. Die Arznei wird in die Shrimps-Zuchtbecken gekippt, um Krankheiten vorzubeugen. Das Antibiotikum zerstört das Knochenmark, deshalb ist es EU-weit bei Lebensmittel liefernden Tieren verboten. Seit vergangenem Herbst müssen alle Shrimps-Importe aus Indonesien, China und Vietnam auf Chloramphenicol untersucht werden. Die Überwachungsbehörden verlangen daher, dass die Nachweisgrenze bei 0,3 µg/kg liegt. Die von ÖKO-TEST gefundenen Mengen lagen mit bis zu 1,08 µg/kg teilweise deutlich höher.


Ja und was passiert dann wenn man  Shrimps isst,  die mit Chloramphenicol behandelt wurden ?

Erst letzte Woche wurde vor Shrimps aus China ("Pink Shrimps", "Asian Pearl Frozen Shrimps") gewarnt: In den kleinen Krabbeltieren stellte man das Antibiotikum Chloramphenicol fest. Das Medikament kann zur Folge haben, dass der Körper keine roten Blutkörperchen mehr bildet, sprich: Blutarmut.

"Zudem besitzt Chloramphenicol die Eigenschaft, schon in äußerst geringen Dosen toxisch wirken zu können", sagt Ingrid Mai, klinische Pharmakologin vom Universitätsklinikum Charité in Berlin.
In extrem hohen Dosen kann das Medikament sogar schädigenden Einfluss auf das Erbgut haben. "Das zumindest hat man experimentell nachgewiesen."

Prompt wurden die Einfuhr Asiatischer Shrimps in einigen Ländern verboten und ausgesetzt. Natürlich auch die , die einwandfrei waren.
So funktioniert das also : die Viecherln werden  mit einem "Breitbandantibiotikum namens Chloramphenicol geschützt"
und wir Menschen dann mit dem Verzehr "blutarm" und im "Erbgut geschädigt"

Prost Mahlzeit kann man da nur sagen !

Nichts war es mit dem idyllischen Shrimps wie ma es sich so gerne vorgaukeln läßt :




Fortsetzung folgt



Kommentare, Meinungen  zu  Heute gibts  : http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=13013.msg1043931#msg1043931

Und wer es Thailändisch mag: http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=2046.msg132945#msg132945
« Letzte Änderung: 20. Juni 2012, 17:14:42 von derbayer » Gespeichert

 

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